Skateboarden ist nicht einfach nur ein Brettsport. Es ist eine Lebensphilosophie und Einstellung. Mit ebenso viel Enthusiasmus wie gefahren wird, sollte auch die Wahl des Decks geschehen. Mit dem Deck beginnt alles und es ist der Beginn einer Leidenschaft. Bei der Erstlingsausstattung sollte im Vorfeld genaustens überlegt werden, wohin die Reise geht. Das heißt im Klartext, was genau man mit dem Board später wie anstellen möchte und wo man sich am liebsten mit dem Board beim Skaten aufhalten will.

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Die klassischen Skateboards, nicht zu verwechseln mit Longboards, werden momentan am häufigsten angeboten. Sie sind etwa 80 Zentimeter lang. Doch es gibt trotzdem den einen oder anderen ganz gravierenden Unterschied zwischen den einzelnen Decks. Die optimale Breite hängt von der Körpergröße, Schuhgröße, dem Skatestyle und der grundsätzlich persönlichen Leidenschaft und Vorliebe ab. Street- und Parkskater bevorzugen dabei generell eher etwas schmalere Decks. Mit ihnen lässt es sich besser flippen und: Die Tricks, die mehr Technik abverlangen, funktionieren mit schmalen Decks besser.
Boards und Decks für Rampen und Parks
Man nennt sie auch Allrounder und es sind Decks zwischen 8.25 und 8.5. Sie sind die perfekten Partner für den Park mit kleinen und die einfachen Hindernissen. Sie können aber auch mehr aushalten und eignen sich durchaus auch für die Minirampen. Soll es ein Deck sein, welches vielseitig und vor allem in diesen beiden Punkten und Bereichen viel eingesetzt werden soll, sind diese beiden Breiten perfekt. Die Wheelbase, der Abstand der Achsenbohrungen also, ist hier für diese Zwecke mit am besten und variiert kaum. Die Breiten allerdings, machen den Unterschied, welcher sich wie folgt aufgliedert: Unter 8 Inch ist die schmale Variante, unter 8.5 Inch ist Standard, über 8.5 Inch ist breit und über 10 Inch findet sich das Megaramp-Board wieder.
Das Classic-Board ist übrigens das meist genutzte und auch beliebteste heutzutage. Es ist sowohl für Tricks, Freestyle als auch einfach zum normalen Fahren auf Straßen und Wegen sehr gut geeignet und somit der perfekte Partner als Deck für alles und für Anfänger wie auch für Kids.
Welche Größen und Decks für was?
Die schmale Variante eines Decks wird am häufigsten ausgesucht, wenn man grundlegend gern in den Skatepark geht, der mit gutem Boden ausstaffiert ist. Denn dann kann man Fliptricks üben. Ideal wäre hierbei noch, wenn der Fahrer zudem relativ kleine Füße hat. Das Standard-Board ist für Durchschnitts-Schuhgrößen gedacht und für den Skatepark aber auch fürs Streetskaten. Das breite Board ist für große Füße. Und auch, wenn man Lust und Leidenschaft für eventuelle Rails mit Rillenbodenanfahrt und Riffelblechausfahrten hat. Oder auch, wenn man sich zu den Poolsharks zählt, die mit Energie und Spaß die Lust an Grinds und Riesenairs entwickeln.
Das Megaboard ist für die Profis und mit diesem Deck ist fast alles möglich, auch der legendäre Jake Brown Slam. Um das passende Deck für Kinder ausfindig machen zu können, kann man sich anhand dieses Beispiels orientieren: Bei Schuhgröße 40 7.6-8″ und 100-125cm 28-30.5″. Damit man aus dem Wust der vielen Decks und Boards das Passende findet, sollte man also gut auswählen und auch ruhig Angebote bzgl. Skateboard Decks durchforsten und sich hier den ganz persönlichen Favoriten hinsichtlich Style und Abmessungen heraus-suchen.
Gutes Schuhwerk – ein Muss
Auch bei Skateboardschuhen ist die Auswahl geradezu gigantisch. Grundsätzlich sollten Skateboardschuhe eine ebene und glatte Sohle haben, einen guten Sohlengrip und ein gutes Obermaterial. Die solide Schnürsenkelverarbeitung ist ebenfalls ganz wichtig. Der Sohlengrip ist wichtig, damit man nicht vom Board rutscht und das Material muss robust sein, um dem Board ein langes Leben zu bescheinigen. Die Schnürsenkel sollten so eingebaut sein, dass sie nicht beim ersten Flip schon den Löffel abgeben.
Alles noch einmal in Kürze und auf einen Blick
Das klassische Board sollte es zu Beginn sein. Dann gehört natürlich die Montagehardware dazu, die Schrauben also. Die passenden Achsen, die Rollen, die Kugellager, das Griptape und die Skaterschuhe. Schutzbekleidung für Kinder und Jugendliche an Ellbogen und Knien und der Helm sollten mit an Bord sein, wenn sie mit dem Board unterwegs sind. Denn Stürze sind auf jeden Fall vorprogrammiert und gehören quasi dazu.
Das Skate-Tool sollte ebenfalls nicht fehlen, damit man nicht ständig immer wieder aufs Neue das Zusammenschrauben zum Scheitern bringt und zum Haare raufenden Zeitfresser mutiert. Das erspart auch die Zeit, um das ein oder andere Werkzeug ständig wieder zusammen zu suchen, damit man das Board startklar machen kann und auch selbst justieren und reparieren kann.